Der Elsässer Wolfshund

Keine Bange, Sie sind hier richtig bei unserem Rasseporträt des Deutschen Schäferhundes! Er wurde nach dem Ersten Weltkrieg in Alsatian Wolf Dog umbenannt, weil man Probleme mit dem Adjektiv „Deutsch“ hatte. Da falsche Assoziationen bei dem Mittelnamen Wolf aufkamen, ließ man diesen weg und nannte den Deutschen Schäferhund vor allem im englischen Sprachraum bis ins Jahr 1977 Alsatian Dog: Elsässer Hund.

Seit über 100 Jahren: Der Deutsche Schäferhund

Max von Stephanitz wollte Ende des 19. Jahrhunderts einen Hund, der hauptsächlich als Arbeitshund eingesetzt wurde. Er suchte sich dazu einen Hund, der bereits dem heutigen Rassestandard ähnlich sah. Mit diesem Rüden, Horand von Grafrath, seinem Bruder, Luchs Sparwasser, und einer Hündin mit ähnlichem Aussehen und Charakter, Mari von Grafrath, begann er die Zucht der Deutschen Schäferhunde. Max von Stephanitz war Vorsitzender des ersten Schäferhundvereins (SV), den er 1899 gründete und der bis heute existiert. Dieser Verein ist für die Rasse des Deutschen Schäferhundes und den Rassestandard verantwortlich.

Eigenschaften und Charakter

Der Deutsche Schäferhund hat ein Stockmaß von 60 bis 65 Zentimetern (Rüden) und 55 bis 60 Zentimetern (Hündinnen). Das Gewicht variiert zwischen 30 und 40 Kilogramm bei den Rüden und 22 bis 32 Kilogramm bei den Hündinnen. Der Deutsche Schäferhund als langstockhaarige Variante hat langes, weiches Haar, eine buschige Rute und längeres Haar an Ohren und Pfoten. Als kurzstockhaarige Version hat er kurzes, harsches Haar. Beide Haarvarianten haben dichte Unterwolle. Farblich können sie einfarbig schwarz sein, grau mit Abzeichen oder schwarz mit verschiedenfarbigen Abzeichen. Weiße Schäferhunde bilden eine eigene Rasse.

Der Schäferhund ist ein selbstsicherer, aufmerksamer, gutartiger, kinderfreundlicher und eifriger Hund. Sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein erfordert eine konsequente, liebevolle Erziehung. Sie sollte nie auf Strafe oder Druck ausgerichtet sein, sondern mit Anerkennung und Belohnung arbeiten. Als Hund, der für das Hüten und Bewachen gezüchtet wurde, muss der Deutsche Schäferhund ausgelastet werden, am besten mit Hundesport in verschiedensten Varianten. Mit der entsprechenden Führung ist er ein problemloser Begleiter.