Verschiedene Schäferhundrassen

Viele Schäferhundrassen haben teilweise mit dem Deutschen Schäferhund gleiche Vorfahren. Als Schäferhund werden die Hunde bezeichnet, die – hauptsächlich in vergangenen Zeiten – dem Schäfer bei seiner Arbeit halfen. Es waren Arbeitshunde, die die Schafherde zusammenhielten, von der Herde separierte Tiere zurückbrachten und die Schafe, aber auch den Besitz des Schäfers, bewachten und verteidigten.

Schäferhunde in der Geschichte

Hatte ein Schäfer einen Hund, der seine Arbeit mehr als gut machte, wurde dieser Alleskönner gerne als Elternteil für einen verheißungsvollen Wurf verwendet. Die Schäfer sorgten so dafür, dass sie selbst genügend Schäferhunde zur Verfügung hatten, die anderen wurden verkauft und brachten ein Nebeneinkommen ein. Manchmal bildete sich aus diesen eher zufälligen Zuchten eine Linie heraus.

So ähnlich müssen auch die Stammväter der heutigen Deutschen Schäferhunde entstanden sein. Durch konsequente Weiterzucht und sorgfältige Einkreuzung von Rassen mit bestimmten Eigenschaften entstand der Deutsche Schäferhund.

Schäferhundrassen

Der Deutsche Schäferhund ist einfarbig schwarz oder grau oder hat in beiden Farbschlägen Abzeichen. Die weiße Form des Schäferhundes wurde zeitweise nicht anerkannt. Heute bildet sie eine eigene Rasse unter dem Namen Weisser Schweizer Schäferhund (Berger Blanc Suisse). Andere Rassen, wie der Altdeutsche Schäferhund, der Schafpudel, der Zottel oder der Strobel, sind vom FCI (Fédération Cynologique Internationale) nicht anerkannt.

Viele Schäferhundrassen zeichnen sich durch ein dichtes, wettertaugliches Haarkleid aus, das auch sehr lang sein kann, wie beispielsweise beim Komondor, Bergamasker Hirtenhund oder Puli. Es gibt kleine, kurzbeinige Rassen wie den Welsh Corgi bis zu großen Hunden wie den Kuvasz oder Bobtail.

Schäferhundrassen, die aufgrund von Aussehen oder Charakter gerne als Familien- oder Begleithund Einzug in Privathaushalte hielten, sieht man relativ häufig. Die Rassen, die eher weiterhin als Arbeitshunde Verwendung finden, sind dagegen häufig davon bedroht, von der Bildfläche zu verschwinden. Dies ist bei vielen – nicht anerkannten – Schäferhundrassen der Fall, die hauptsächlich im Norden und Nordosten Deutschlands bei den Schafherden eingesetzt wurden und nun nicht mehr gebraucht werden.