Wenn der Hund alt wird

Die meisten Menschen entscheiden sich dafür, einen Welpen ins Haus zu holen, wenn sie noch einen erwachsenen Hund aus dem Tierheim adoptieren. Schließlich hat man bei einem Welpen mehr Einfluss darauf, wie er sich verhält, wie er erzogen ist und Hund und Mensch können besser als Team zusammenwachsen.

Je nach Hunderasse haben die Hunde eine voraussichtliche Lebenserwartung, die sich aus Erfahrungswerten und einem Durchschnitt errechnet. Bei den Deutschen Schäferhunden ist die Lebenserwartung leider recht niedrig bemessen. Daraus folgert auch, dass die Berechnung „Ein Hundejahr entspricht sieben Menschenjahren“ nicht ganz richtig sein kann.

Ab fünf Jahren kann beim Deutschen Schäferhund Altsein beginnen

Es gibt eine verhältnismäßig hohe Zahl an Deutschen Schäferhunden, die das fünfte Lebensjahr nicht erreichen (20 Prozent). Über die Hälfte der Deutschen Schäferhunde erreicht das zehnte Lebensjahr nicht. Zu dem relativ kurzen Leben kommen verschiedene Krankheiten, die teils auch in der Rasse relativ häufig vorkommen. All das führt dazu, dass der heute noch kraftvoll und fröhlich herumspringende Hund morgen bereits regelmäßig ein Schmerzmedikament oder ein Mittel zur Stärkung der Hirndurchblutung braucht.

Hunde können ähnliche Alterserscheinungen aufweisen wie Menschen!

Schlimm ist es, wenn Hunde, die im Alter an Diabetes, Arthrose, fortschreitender Hüftgelenksdysplasie oder Verwirrtheit leiden, wegen dieser Erkrankungen ins Tierheim abgeschoben werden. Dort sitzen sie dann, sind traumatisiert, weil sie aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen wurden, verstehen die Welt nicht mehr und haben kaum eine Chance, ihren Lebensabend ruhig, gemütlich und geliebt in einer Familie zu beschließen.

Den vierbeinigen Freund würdevoll im Alter begleiten

Wir sehen diesen Artikel als Appell an alle, die darüber nachdenken, sich einen Hund anzuschaffen, oder bereits einen Hund in ihrem Leben haben. Die Fellnasen haben uns über Jahre begleitet, sind mit uns durch Dick und Dünn gegangen, haben alles mitgemacht, was wir von ihnen verlangten. Nach dieser Zeit haben sie es verdient, dass wir sie durch ihren letzten Lebensabschnitt liebevoll und respektvoll begleiten und sie bis zum Ende bei uns bleiben dürfen.